Anlässlich der Verlängerung der Zusammenarbeit zwischen der Zermatt Bergbahnen AG (ZBAG) und Smart Pricer, haben wir mit Markus über strategische Herausforderungen wie kürzere Winter, Investitionen in das Sommerangebot und Digitalisierung gesprochen.

 

Lieber Markus, die Corona Pandemie war ein Dämpfer für die gesamte Bergbahnen-Branche. Langsam geht es wieder bergauf. Was erwartet ihr für die nächsten 2-3 Winter – und Sommersaisons?

 

Für eine internationale Destination (40% Schweiz; 60% Ausland) ist eine Vorhersage schwierig. Zermatt ist auf uneingeschränkte, funktionierende internationale Reiseverbindungen angewiesen. Im nächsten Sommer und Winter werden sich sicher die Märkte in Europa und Nordamerika erholen. Wie es mit unserem wichtigen Markt Asien weitergeht, ist im Moment noch nicht abschätzbar. Spätestens in 2 Jahren sollten jedoch alle Märkte wieder das Niveau von der Zeit vor Covid-19 erreichen können.

 

Der Klimawandel wird dazu führen, dass die Wintersaisons in den Alpen kürzer werden. Was bedeutet das für euch als hochgelegenes Skigebiet und wie bereitet ihr euch darauf vor?

 

Als Betreiber des höchstgelegenen Skigebietes der Alpen ist die Ausgangslage etwas differenziert. Auf einer Meereshöhe, wo viele bereits auf „dem Dach“ ihrer Gebiete sind, geht es bei uns erst richtig los. Da Zermatt einer der trockensten Orte der Schweiz ist, sind wir so oder so auf eine flächendeckende Schneeanlage angewiesen. Die Temperaturen für deren Einsatz sind in unseren Höhenlagen meist gegeben. Was wir dauernd beobachten, sind die Entwicklungen im Hochgebirge betreffend Permafrost und damit zusammenhängend, Steinschlag. Die Sicherheit unserer Anlage ist für uns die wichtigste Maxime.

 

Aktuell seid ihr dabei größere Investitionen (z.B. “X-Alpine Crossing” und “Ausbau Klein Matterhorn”) zu tätigen. Was hat euch dazu bewegt und was können eure Gäste künftig erwarten?

 

Mit dem Alpine-X werden wir es unseren Gästen ermöglichen, die höchste Alpenüberquerung per Seilbahn zu erleben. Dabei durchqueren sie eine der eindrucksvollsten Gletscherlandschaften der Alpen, immer begleitet vom sich „drehenden“ Matterhorn. Durch zusätzliche Angebote soll das Erlebnis Seilbahnfahrt durch weitere, unvergessliche Erfahrungen ergänzt werden.

 

Bild: Alpine Crossing, Quelle: Zermatt Bergbahnen AG

 

Ihr setzt bereits seit geraumer Zeit auf eine konsequente Digitalisierung. Welche Themen plant ihr in den nächsten Jahren umzusetzen? 

 

Aktuell läuft die Digitalisierung des Pistenrettungsdienstes. Dabei werden diverse Tools zu relevanten Themenbereichen sowie auch die notwendigen Schnittstellen zu den internen und externen Informationssystemen geschaffen. Weiter wird der Bereich E-Learning für unser Personal aufgebaut. 

Vielen Dank, Markus für die spannenden Inhalte aus zwei großartigen Interviews! Ihr habt den ersten Teil der Interview-Reihe verpasst? Kein Problem! Klicke einfach auf den Button hierunter:

 

 

Wenn ihr mehr über die Preisentwicklung anderer beliebter Skigebiete in den Alpen erfahren möchtet, dann werft gerne einen Blick auf:

👉 unsere neueste Pressemitteilung mit den Ötztaler Skigebieten

👉 unser Interview mit Valentin König, CEO der Aletsch Bergbahnen AG

 

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