Berlin – Mai 2026
Drei Jahre Daten, Millionen Tickets und ein einzigartiger A/B-Test an 10 Standorten:
Die Christmas Garden Veranstaltungsreihe hat gemeinsam mit myticket und Smart Pricer das bisher wohl umfassendste Experiment zu Dynamic Pricing im europäischen Ticketing durchgeführt. Das Ergebnis zeigt deutlich, wie datengetriebene Preissteuerung Umsätze steigert, Nachfrage besser verteilt und Gästeerlebnisse verbessert.
Internationale Eventreihe mit wachsender Nachfrage
2016 holte die DEAG das Erfolgsmodell Christmas Garden erstmals nach Deutschland in den Botanischen Garten Berlin. Seitdem zählen die Christmas Garden deutschlandweit und international zu den beliebtesten vorweihnachtlichen Veranstaltungen unter freiem Himmel. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich das renommierte Highlight winterlicher Open-Air-Lichtkunst zu einer stetig weiter wachsenden Erfolgsmarke. Dafür erhielt die Christmas Garden Deutschland GmbH den LEA Live Entertainment Award in der Kategorie En Suite Event des Jahres.
Im vergangenen Winter fand der romantische Lichterzauber an insgesamt 13 Standorten in Deutschland und Europa statt und durfte seit der Deutschlandpremiere vor neun Jahren den zehn Millionsten Gast begrüßen.
Mit steigenden Besucherzahlen wuchs auch der Anspruch, Ticketverkauf, Besucherströme und Auslastung noch besser zu steuern.

Sebastian Stein
Geschäftsführer Christmas Garden GmbH
„Die Veranstaltungen „Christmas Garden“ und „Weihnachten im Tierpark“ sind außergewöhnliche audiovisuelle Events, die ein vielschichtiges Publikum begeistern und als winterliche Kultur-Highlights seit vielen Jahren etabliert sind. Meines Erachtens waren diese Events daher auch prädestiniert für die Einführung von dynamischen Preisen.
Wir haben in den vergangenen drei Jahren der Zusammenarbeit mit Smart Pricer gesehen, wie sich die Nachfrage durch dynamic pricing konkret verlagert: mehr Ruhe in den Stoßzeiten und besser planbare Besucherströme. Für uns war Dynamic Pricing daher ein weiterer Hebel, um ein noch besseres Besuchererlebnis zu ermöglichen und die Frühbucheranteile weiter zu steigern“, so Sebastian Stein, Geschäftsführer der Christmas Garden Deutschland GmbH.
Datenanalyse und Dynamic Pricing Simulation als Grundlage
Gemeinsam mit Smart Pricer wurden zunächst sämtliche Ticketverkäufe der vergangenen Jahre analysiert – über alle Tage, alle Zeitslots, mehrere Standorte und unterschiedliche Nachfrageverläufe.
Auf Basis dieser Daten wurden verschiedene Preisstrategien simuliert. Anschließend wurde Dynamic Pricing zunächst an 3 später 5 Standorten getestet, wodurch ein belastbarer A/B-Vergleich zwischen statischer und dynamischer Preisgestaltung möglich wurde. Das Projekt entwickelte sich damit zu einem der umfangreichsten Dynamic-Pricing-Experimente im europäischen Ticketingmarkt.
Moritz Schwenkow, CEO der myticket AG, erklärt:„Mit myticket bieten wir Veranstaltern Dynamic Pricing als vollständig integrierte, automatisierte Lösung direkt im Ticketing an – ermöglicht durch die Smart-Pricer-Engine.
Nach einmaligem Setup steuert die Software Preise eigenständig, basierend auf historischen Daten, aktueller Nachfrage, Buchungsverhalten, Wochentagen, Zeitslots und weiteren Parametern. Veranstalter können so ihre Erlöse systematisch maximieren, Auslastung gezielt steuern und das gesamte Pricing ohne zusätzlichen operativen Aufwand automatisieren.“

Moritz Schwenkow
CEO myticket AG
Technisch basiert das System auf der Smart-Pricer-Engine, die Ticketpreise fortlaufend anpasst.
Über eine Schnittstelle zum Ticketing-System werden die Preise anschließend vollautomatisch in allen Verkaufskanälen aktualisiert. Damit erhält jeder Tag und jeder Zeitslot einen eigenen, nachfrageabhängigen Preis.
Kundenkommunikation auf der Website des Christmas Garden
Klare Ergebnisse aus dem A/B-Test
Die Auswertung über 3 Saisons hinweg zeigt folgende Effekte durch Dynamic Pricing:
| DP Standorte | Nicht DP Standorte | Unterschied | |
|---|---|---|---|
|
Umsatzsteigerung in 3 Jahren |
+25% | +9% | +16% |
|
Besucherzuwachs in 3 Jahren |
+15% | +8% | +7% |
| Besucherzahlen außerhalb der Stoßzeiten | +60% | -38% | +98% |
| Buchungen >3 Tage im Voraus | +11% | +6% | +5% |
In den letzten drei Jahren haben sich DP Standorte deutlich erfolgreicher entwickelt als vergleichbare Nicht-DP Standorte. Mit einem Umsatzwachstum von 25 % – gegenüber 9 % ohne DP – wird der Unterschied besonders sichtbar. Auch beim Besucherzuwachs liegen DP Standorte mit 15 % klar vor den 8 % der Vergleichsgruppe.
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung außerhalb der Stoßzeiten: Während DP Standorte hier ein Plus von 60 % erzielen, verzeichnen Nicht-DP Standorte einen Rückgang von 38 %. Gleichzeitig steigt auch die Zahl der Vorausbuchungen stärker (+11 % vs. +6 %), was für eine bessere Planbarkeit und höhere Kundenbindung spricht.
Das Fazit: DP Standorte wachsen nicht nur schneller, sondern nutzen ihre Kapazitäten effizienter und sichern sich langfristig einen klaren Wettbewerbsvorteil.
Diese Ergebnisse decken sich mit internationalen Entwicklungen. Immer mehr große Anbieter setzen auf dynamische Preisgestaltung, darunter Freizeitparks, große Konzertveranstalter und internationale Entertainment-Brands.
Dynamic Pricing wird zum neuen Standard im Event-Ticketing
Der Christmas Garden zeigt beispielhaft, wie datenbasierte Preissteuerung nicht nur Umsätze optimiert, sondern auch operative Herausforderungen löst: Besucherströme lassen sich besser steuern, Wartezeiten reduzieren sich und Gäste profitieren von einer insgesamt angenehmeren Event-Experience.
Mit drei Jahren Datenbasis liefert das Projekt eine der bislang fundiertesten Analysen zum Einsatz von Dynamic Pricing im europäischen Ticketing.